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Soso liebe Ladies & Gentlemen,

grade befind ich mich i der Küche eines Warschauer Hostels, dass erst vor einem Jahr eröffnet wurde.

Die letzten Tagen waren unglaublich anstrengend: Stundenlang im Bus sitzen bis einem der Arsch weh tut, dann ewig auf einer Stelle stehen, um englisch Redenden Uni Professoren (ohne _innen) und Obstplantagenbesitzer_innen zu zu hören. Erste Station war noch in Brandenburg bei einem riesen Agrarunternehmen, dass Gemüse für Edeka produziert. Wir haben auf dieser Exkursion außerdem einige Obstplantagen, eine Baumschule, ne Champignonfarm und ein Arboretum (sowas wie ein botanischer Garten für Bäume, und hald im Freiland) und unglaublich viele Agrarinstitute und -unis etc angeschaut. Gestern wollten wir eigentlich noch einen Heidelbeerbetrieb anguggen, das hat aber nicht geklappt. Davon abgesehen haben wir nicht die geplanten eineinhalb Stunden von Poznan (Posen) nach Warschau gebraucht, sondern ganze vier Stunden!!!

Es ist voll anstrengend, wenn man erst mal 4 Tage auf dem Visionskongress der Grünen Jugend in Göttingen unter lauter Leuten ist und 3 Nächte in ner Turnhalle pennt und dann direkt anschließend – mit 9 Stunden Privatsphäre – um halb 6 Uhr morgens mit der SBahn ne Stunde durch Berlin fahren muss, um den Exkursionsbus rechzeitig zu erreichen und dann noch in Aussicht hab, gleich im Anschluss umzuziehen. Danach werd ich erst mal ne Woche Erholung und chillen brauchen.

So und jetzt : Weg mit dem Laptop und Ortswechsel von der Küche raus zum Grill, wo alle anderen sind 😉

Ja aber wo durch denn eigentlich? Durch den 1. Halbmarathon meines Lebens. Ziemlich spontan hab ich, als ich am 26. Februar im Zug von Frankfurt an der Oder nach Lutherstadt Wittenberg saß, mich entschieden den Berliner Halbmarathon mit zu laufen. Eigentlich dacht ich, der wäre erst im Frühsommer und somit wäre genügend Zeit zu trainieren. Kaum war ich Sonntag Abend wieder in Berlin zu Hause und hab meinem Mitbewohner von der fixen Idee erzählt, saßen wir vorm Laptop und schauten nach, wann der ist: 28. März. WAS?! Schon so bald?! Als du lieber Himmel. Nun ja, ich hab mir das in den Kopf gesetzt, und was da erst mal als Idee verankert ist, bleibt auch erst mal mit mir selbst so fest ausgemacht. Punkt. Aus. Amen. Basta!

Gut: den PAPS Test gemacht und schwupps hat mich mein Mitbewohner schon angemeldet. Rund 40€ Anmeldegebühren wurden mir daraufhin von meinem Konto abgebucht und ich zahle ganz sicherlich keine 40€ um dann nicht mitzumachen! Schließlich handelt es sich hier um 80DM, und 80 Mark haben und nicht haben sind 160 Mark – wie meine Mutter mir immer und immer wieder eingetrichtert und -gehämmert hat.

Donnerstag bin ich dann mit dem Radl zum Platz der Luftbrücke geradelt und hab mir die Startunterlagen im ehem. Flughafen Tempelhof bei einer sehr sehr komischen „Vital“ Messe geholt. Das war wirklich ein erhebendes Gefühl, durch diese Hallen zu wandeln, den anderen hinterher, immer weiter und weiter, nicht wissend, wann diese Messe endlich zu Ende ist um ganz ganz hinten die Startunterlagen ausgehändigt zu bekommen. Zugegeben: zurück bin ich mit den Öffentlichen gefahren, nicht mit dem Rad.

Samstag Abend war ich auf ner Geburtstagsfeier und in unserer WG wurde auch ganz kräftig gefeiert, ständig sind Leute ins Zimmer rein und ich hab mich verdammt schwer getan bei dem Lärm (und Polizeiverwarnungen) einzuschlafen. Irgendwann so um kurz vor 2 (vor der Zeitumstellung) bin ich ins Bett, und eine gefühlte Ewigkeit nicht eingeschlafen. Ja genau, diese böse Zeitumtellung hat mir auch eine Stunde sehr wertvollen Schlafen gestohlen!

Sonntag Morgen 9:00 Uhr: Wecker klingelt, Temperatur messen, und noch eine halbe Stunde weiter dösen. Aufstehen, anziehen, gepufftes Amaranth in Orangensaft essen. Raus und mit dem Rad zum Alexanderplatz fahren, die Weste hab ich nur ums Fahrrad gebunden. Dann auf Richtung Lustgarten, wo der Start sein wird. ich bin in Block E, es hat angefangen zu nieseln, schön langsam wirds immer regnerischer und vor allem eiskalt. Und dabei hatte ich nur das dünne T-Shirt mit dem Vattenfall-Halbmarathonlogo drauf und eine sehr kurze Sporthose an. Ich hab so unendlich gefroren! Dabei bin ich mir vorgekommen wie eine Vattenfall-Werbefigur. 10:45 Uhr, der Startschuss fällt. In Demotempo wälzt sich die Menge der Teilnehmer_innen in Block E langsam, ganz langsam und gemütlich nach vorne. Es muss um 11 Uhr gewesen sein, als ich über die Startlinie laufe. In Block E werden alle gesteckt, die nicht angeben können, wie schnell sie laufen, langsamer als 2:00:00 Stunden laufen oder das erste mal mitlaufen. Ich wollte nicht so langsam hinterher trotten und hab deswegen von Anfang an damit kämpfen müssen an den Läufer_innen, die mir im Weg standen drum rum zu laufen, Lücken zu suchen, und in schmalen Lücken mich seitlich durchzuschlängeln.

Nach dem Friedensengel brach irgendwann die Sonne durch, und der Kälte wich der viel zu heißen Märzsonne, die auf meinem Kopf brannte. Für die ersten 3km brauchte ich gut 25 Minuten. Ein wirklich vernichtendes Ergebnis, zudem ich eigentlich das Ziel hatte, beim nächsten Halbmarathon einen Block besser starten zu dürfen und mich dort dann ganz vorne einzuordnen. Während dem Laufen konzentrierte ich mich vor allem anfangs vornehmlich darauf, um die Leute rumzulaufen, erst ab der Hälfte besserte sich die Situation leicht und ich konnte über viele Dinge nachdenken. Zum Beispiel über den Zusammenhang von Wettbewerben in verschiedenen Lebensbereichen: genauer, dem Sport und der Politik. Über diesen Gedanken bin ich dann irgendwann auf Joschka Fischen, den marathonlaufenden Außenminister aD gekommen und habe mich gefragt, ob der auch im sportlichen Wettkampf während seiner Ministerzeit immer von Bodyguards umgeben war.

Ab km 7 fingen meine Unterschenkel an leicht zu Schmerzen. Dieser Schmerz nahm immer mehr zu und zog sich am km 13 in die Oberschenkel rauf. Dennoch bin ich weitergelaufen und versuchte mir diesen Schmerz als Genuss zu verkaufen. Das funktionierte aber nicht so wirklich, und daran änderte auch das Schild, dass Zuschauer_innen am Straßenrand hochhielten „Der Schmerz geht, der Stolz bleibt“ nichts. Ich bin die kompletten 21,0975 km durchgelaufen, mit Ausnahme der 4 Erfrischungsstände bei denen Wasser und Tee gereicht wurde – laufen und aus lapprigen Plastikbechern trinken geht nunmal schlecht, da bin ich dann paar Meter gegangen, bis der Becher leer war – und er ganz unöko mit den restlichen Bechern auf der Straße landete.

Quälend wurde der Halbmarathon so ab dem 17. / 18. Kilometer, und es zog sich eine gefühlte Ewigkeit hin, bis km 19 und dann vor allem km 20 erschienen. Ich dachte beim 20. km Schild „Super! Nur noch paar wenige hundert Meter und ich bin im Ziel“ – nur: das Ziel wurde und wurde nicht sichtbar. Die Strecke verschmälerte sich, insofern liefen die Leute wieder etwas gedrängter und ich musste meinen Drang, immer schneller und schneller zu laufen, versuchen zu unterdrücken, was nur so halbwegs funktionierte. Die letzten Minuten dachte ich an nichts anderes als endlich mal in dieses verdammte Ziel zu kommen – ich sah einen Mann am Rand der Strecke liegen umringt von Sanitäter_innen – ich vermute, dass es sich um den einen Todesfall des Halbmarathons handelt. Den 43 jährigen Mann, der 500 Meter vorm Ziel starb. Und da dachte: bitte meine verflixten Beine, haltet diesen Mist durch, auch wenns verdammt weh tut! Den Unterkiefer breit nach vorne geschoben und mit rasselnder Atmung, riss ich mich für die letzten Meter zusammen.

Endlich die Zielline! Geschafft!? Von wegen! Plötzlich kommt man kaum mehr voran, die Läufer_innen bewegen sich wieder so langsam wie am Start, Volunteers rufen, man sollte sich zügig nach vorne bewegen, da immer neue Leute nachkämen. Ein paar wenige Leute hingen einem die Medaille um den Hals, dann kam endlich der Stand mit Tee und Wasser und Bananen. Ich trank so gierig, dass mir der Tee links und rechts die Mundwinkel runter ronn. Im Pulk wurde ich weitergeschoben. Da wurde alkoholfreies Erdinger Freibier ausgegeben, schnell einen Becher geschnappt und weitergehts. Eigentlich hatte ich mit Mirjam und dem schönen Max ausgemacht, dass sie mich beim Ziel abholen – nur wie sollten die mich bei 26000 Läufer_innen und noch mehr wartenden Menschen jemals finden und ich sie?

Ich beschloss also mir das Rad zu schnappen, mir die Weste anzuziehen und mit der Tram nach Hause zu fahren, um mir erst mal warme, trockene Klamotten anzuziehen und dann Mirjam anzurufen. Nur: es ging niemand an diese verdammte Klingel, auch die Nachbarn nicht und ich hatte weder Geld noch Nummern dabei… Ich musste recht dringend aufs Klo, also ging ich in das rutikal und spießig eingerichtete „Zur Haxe“, in dem lauter ältere Frau- und Herrschaften saßen und ging dort auf die Toilette. Super, was mach ich ohne Schlüssel und gar nichts jetzt? Ich radelte zu Stephan, der grade am Sprung war und blieb bei ihm bis er wieder kam, ich Mirjam anrufen konnte und letztendlich 3 Stunden nach Zieleinlauf wieder an mein Studiticket, Schlüssel, Geld, Adressbuch usw. kam. Psychisch war dieses ganze Chaos nach dem Lauf so unendlich viel belastender als der Lauf selbst. Jetzt schmerzen meine Beine von den Lendenwirbeln abwärts bei jeder Bewegung und der geringsten Belastung so sehr, dass ich jedes mal aufschreien könnte. Mal guggen, wie lange das noch anhält!

Nun: mit einer Netto Zeit von 1:52:09 Stunden kann ich mich mit dem bisschen Training wohl durchaus zufrieden geben, das nächste mal wird in einem besseren Block gestartet! Und ein nächstes Mal gibt es sicher – den Chip hab ich auch gleich behalten (dafür wird mir noch einmal ein Haufen Geld vom Konto abgebucht) und die Anmeldung zum Berliner Frauenlauf (10km) am 8. Mai ist auch schon gemacht 😀

Ziel ist und bleibt: Berliner Marathon Ende September! Auch wenn mir danach die Beine abfallen mögen.

Mal ganz dumm gefragt: Sind Prominente Männer eigentlich komplett aggressionslos, leben ohne Gewaltausübung und ist es für sie ausgeschlossen eine Frau zu vergewaltigen?

Dieser ganze Rummel um Kachelmann, der von seiner Freundin angezeigt wurde, er soll sie im Februar nach einem Streit vergewaltigt haben… Und von allen Seiten hagelt es nun Kritik an der Berichterstattung, die sachlich die chronologischen Fakten darstellt. Na klar: Kachelmann, dieser süße, unterhaltsame Spatzerl des öffentlich-rechtlichen Fernsehns und Liebling aller Schwiegermütter wird ja wohl kaum fähig sein seine Freundin zu vergewaltigen! Außerdem: in welchen Milieus können denn überhaupt Männer ihre Freundinnen und Ehefrauen vergewaltigen? Na klar: Nur frustrierte, unterbeschäftigte, aggressionsgeladene Hartz IV Empfänger! – Zumindest machen mir die Vergewaltigungsdementierer(_innen) den Eindruck so zu denken!

Also wenn man sich mal die Zahlen anguggt ( http://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung#H.C3.A4ufigkeit_und_Ablauf_von_Vergewaltigungen ), dann wird mindestens jede 6. Frau in Deutschland, in den USA sogar bis zu jeder 4. Frau, einmal in ihrem Leben vergewaltigt. Das heißt: wenn ich sechs meiner Freundinnen nehme: Miri, Kathi, Mary, Lisa, Franzi und Verena, dann müsste statistisch gesehen mindestens eine bereits einmal vergewaltigt worden sein – bzw. wird im Laufe ihres Lebens noch vergewaltigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass aber sexuelle Übergriffe nicht von Prominenten getätigt werden ist aber extrem gering. Wieso also schützen diese Typen den Kachelmann? Denn: wenn ich mir die ganzen Typen angugg, die in der Tram neben mir sitzen, dann sind des öfteren auch sicher Vergewaltiger dabei. Anmerken tu ich das denen aber nicht! Männer die andere Menschen vergewaltigen gibt es in jeder Bevölkerungsschicht, in jeder Altersstufe, in jedem Bildungsgrad, in jeder politischen Couleur: Links genauso wie rechts!

Denn wenn statistisch gesehen eine meiner eben wahllos aufgezählten Freundinnen irgendwann mal eine Vergewaltigung erlebt(e), dann müssen logischerweiße auch genug prominente Frauen solche Erfahrungen gemacht haben. Und da einem Luft nicht vergewaltigt, sondern es immer Täter braucht, die üblicherweise eben männlich sind, dann verstehe ich echt nicht, wenn Männer nicht akzeptieren, wenn ein Promikollege wegen Vergewaltigung angezeigt wird! Ronald Polanski http://de.wikipedia.org/wiki/Roman_Polański#Anklage_wegen_Vergewaltigung_und_Flucht_nach_Europa wird ja schließlich wohl kaum der einzige Übeltäter sein!

Stellen wir uns doch einmal eine Welt vor, in denen unsere angehimmelten Lieblingsschauspieler, -nachrichtensprecher und -musiker, -politiker, etc der Vergewaltigung angezeigt und überführt werden. Wie wärs denn zum Beispiel mit den Herren Depp, Schweiger, Rieu, Silbereisen, Wickert, Ötzi, Kahn, Beckenbauer, Guttenberg… (das hier ist keine Unterstellung, sondern lediglich eine wahllose(sic!) Aufzählung berühmter Herrn!)

Und jetzt überlegen wir uns, was die klügere Reaktion wäre: es weiterhin dementieren oder dafür gerade stehen und Konsequenzen ziehen?!

Könnte es sein, dass viel mehr Promis in Sachen sexueller Missbrauch Dreck am Stecken haben, als wir uns vorstellen können? Und dass deswegen so viele versuchen hier eine Vergewaltigung solidarisch auszuschließen? Sozusagen eine Männerbündische Solidarität à la „kann ja jedem mal passieren, also nicht hochkochen, nicht zugeben, und so weitermachen wie bisher!“…

Eigentlich müssten viel mehr prominente Frauen, die vergewaltigt wurden, wie vor fast 40 Jahren und den Satz „Ich habe abgetrieben“ durch das Tabuthema „Ich wurde vergewaltigt“ ersetzen, um Frauen den Mut zu geben Anzeige zu erstatten! Vor paar Jahren war ich ernsthaft noch dafür Vergewaltiger umzubringen, das hat sich gewandelt über den Wunsch sie zumindest Kastriert zu wissen, zu der Forderung einer längeren Verjährungsfrist und der Möglichkeit Vergewaltiger lebenslänglich ins Gefängnis zu schicken. Vor drei Jahren haben wir mal im Deutsch oder Französisch Unterricht über das Thema gesprochen und ein Klassenkamerad hatte tatsächlich ernsthaft eine Kastration gefordert, das hat mich von seiner Seite aus durchaus beeindruckt.

Für meine feindliche Einstellung Männern gegenüber bin ich euch ja bekannt! Dafür die Kirche sehr kritisch zu sehen auch.

Ich glaube mit Irland fing der ganze Skandal an: einen riesen fetten Skandal inszenieren die Medien aus Vorkommnissen, von denen wirklich jede_r wusste und es dennoch geflissentlich verdrängte und darüber hinweg sah: in der Kirche tummeln sich Männer, die sich zwar dem zölibatären Leben verschrieben haben, aber sich nicht daran halten. Dass Priester sich Liebhaberinnen halten und mit denen Kindern haben wird von der Kirche ja sogar toleriert und die Kinder mitfinanziert – vor Jahren gab es mal ein Buch, in denen die Kinder davon berichten, dass sie lange nicht wussten, dass der Herr Pfarrer ihr Vater ist und wie sie es dann erfuhren. Unter das Hand findet das in der Bevölkerung breite Akzeptanz, wenn der Pfarrer mit seiner Haushälterin/ Köchin zusammenlebt. Schwieriger wird es, wenn öffentlich wird, dass Kirchenmänner sich einen anderen Freund zum Mann halten – schließlich ist die kath. Kirche offiziell gegen Homosexualität, da hier ja keine Kinder in die Welt gesetzt werden können. Achja die Kinder: um die gehts ja grade eigentlich! Wie gesagt: die Medien berichtet zu allererst über die Fälle von Kindesmissbrauch in Irland – inzwischen auch über die in Deutschland. Und damit sind sie wohl so beschäftigt, dass es kaum Berichterstattung gibt wie es denn mit Missbrauchsfällen in anderen Ländern aussiehst! Man liest – es gäbe ähnliche Vorfälle neben Irland in Frankreich, England, Australien und USA. Aber was ist mit Italien? Polen? Spanien? den Skandinavischen Ländern? Afrikanischen, Lateinamerikanischen und Asiatischen Staaten? Was ist mit den christlich-röm.-kath. Gemeinden im Nahen, Mittleren und Fernen Osten?

Medienberichten geben mir sehr oft den Eindruck, dass nicht sauber, klar und deutlich zwischen Pädophilen Personen und Personen die Kinder sexuell Missbrauchen unterschieden wird. Denn beides bedingt sich ausdrücklich nicht gegenseitig! Eine erwachsene Person, die ein Kind sexuell missbraucht ist noch lange nicht pädophil, sondern für diese Person sind Kinder schlicht Opfer, über die sie Macht ausüben kann und Kinder lassen sich sehr leicht mit Druck zum schweigen bringen! Diese Person fühlt sich in der Regel trotzdem hauptsächlich von erwachsenen, ausgewachsenen Personen sexuell angesprochen. Was anderes ist es mit Pädophilen Personen: diese fühlen sich in erster Linie von Kindern – und schon viel weniger, eigentlich gar nicht von heranwachsenden=pupertierenden Jugendlichen – sexuell angezogen. Diese sexuelle Erregung hat aber nicht zwingend etwas mit dem Machtaspekt über diese Kinder zu tun und führt nicht zwangsläufig dazu, dass es seitens Pädophilen grundsätzlich zu sexuellen Übergriffen auf Kinder kommt. Da es in der Kirchendebatte sehr schwer ist heraus zu bekommen, ob die Täter tatsächlich pädophil sind, „nur“ weil sie sich an Kindern vergriffen haben, würde ich mir wünschen, dass der Begriff der Pädophilie möglichst aus der Debatte herausgehalten wird!

Der Regensburger Bischof Müller hat sich wirklich übermäßig viel Zeit gegönnt, bevor er gezwungenermaßen nicht mehr anders konnte als zugeben, dass auch bei den Domspatzen Buben missbraucht wurden – wenn ich daran denke, dass es bei meinem Bruder die Diskussion gab, dass er nach der vierten Klasse vielleicht zu den Domspatzen hätte gehen sollen – wurde ihm wenn ich mich richtig erinnere von irgendwem in der Schule empfohlen, und ich diese Idee eigentlich ganz gut fand (endlich keinen nervigen Streitereien mehr!!!), wird mir heute ganz schlecht. Mein Vater erzählte mal, dass bei Leuten, bei denen er gearbeitet hat der Sohn zu den Domspatzen gegangen ist und der meinte, er würde es auf alle Fälle wieder tun. Bei Bekannten, mit denen meine Eltern, als ich noch in die Grundschule ging öfters mal Kontakt hatten, ging der Sohn ein paar Jahre zu den Domspatzen – brach dann aber, wenn ich richtig informiert bin irgendwann ab. Warum weis ich nicht. Und dann muss ich daran denken, dass der Miltacher Pfarrer, bei dem ich Kommunion hatte – und bei dem nur Jungs Ministranten werden durften (sic!) – irgendwann die Gemeinde wechselte. Eigentlich war der Pfarrer im Ort nicht wirklich beliebt: eine strenge Person, ich hab vor und während den Religionsstunden regelrecht gezittert vor Angst, und dennoch sammelten die Miltacher_innen Unterschriften, dass er doch bitte bleiben solle, damit sie ihren eigenen Pfarrer behalten können. Wieso wechselte der Pfarrer den Ort? Ich hab den Grund vergessen, war es weil es ihm in Miltach nicht gefiel? Gab es Gründe, die vielleicht nicht einmal den Kirchengemeinderatsmitgliedern bekannt waren? Ich erinnere mich noch recht gut an die Erzählung dieses Pfarrers, als er einmal im Religionsunterricht in der 3. Klasse erzählte, was er gutes geleistet hätte, als er einem jungen Mädchen, dass ganz schwarz gekleidet war, weil die Lieblingsfarbe der Mutter schwarz war, eine bunte Strumpfhose geschenkt hätte und sich dieses sehr gefreut hätte. In den letzten Jahren habe ich immer wieder und wieder an diese Annektote denken müssen.

Eben dieser Pfarrer, ich glaub er hieß Konrad Friedrich, ist wegen seiner Strenge auch Mitschuld an meiner sehr schrägen sexuellen Sozialisation: der hat mir so extrem viel Angst vor dem 6. Gebot, das wir vereinfacht mit „Schamhaftigkeit und Keuschheit“ eingebläut bekamen, dass ich mich innerlich immer noch nicht vollständig davon lösen konnte! Die Kirche prägt Leben, und zumeist ins negative – Janosch würde wohl sogar das „zumeist“ wegstreichen und durch ein „grundsätzlich“ ersetzen!

Wieso darf eine Religion, die dazu führt, das so viele Leuten danach „nen Batscher“ haben, wie man auf gut bayerisch sagt (hochdeutsch würd ichs mit „Riss in der Birne“ übersetzen), weiterhin in der Schule ohne jegliche kritische Reflexion gelehrt werden?! Kein Wunder, dass so viele Leute trotz aller Ehebrechen konservativ wählen.

Naja aber jetzt wird sicherlich alles besser: die Kirchenmänner entschuldigen sich vielmals für ihre vergehen und einige sehr sehr wenige, die diese lange zeitliche Distanz noch nicht in den Ruhestand versetzt hat, bieten sogar ihren Rücktritt an und die Hoffnung aller Feminist_innen, die neue Familien- und Frauenministerin Köhler *ähhh pardon!* Schröder, lädt jetzt zu einem Runden Tisch ein, an dem sich die Deutsche Bischofskonferenz einbringen wird. Das wendet natürlich alles zum guten!

Unterm Strich bringen alle Entschuldigungen den Opfern nichts mehr, und mir ist es wirklich unverständlich, wie sexueller Missbrauch überhaupt eine Verjährungsfrist haben kann!!! Und Anbetracht der Konsequenz der evangelischen Bischöfin Käsmann, die nach ihrem erhöhten Alkoholpegel sehr fix zurückgetreten ist, sind die ANGEBOTE zum Rücktritt der katholischen Sexualtäter mehr als nur eine ironische Farce! Die Wahrung des rechten Maßes sieht zumindest für mich um einiges anders aus! Was wird aus dem Runden Tisch werden? Nun: früher oder später werden die Medien durch dieses Thema nicht mehr genug Interesse wecken können und wenden sich wieder anderen Themen zu, dann wird dieser Runde Tisch eine halbrunde Konsequenzen ziehen, die höchstens noch in den Kurzmeldungen und Randnachrichten auf eine der hinteren, wenig gelesenen Seiten machen.

Für mich bleiben viele weitere Fragen ungeklärt: Wieso sind diese Missbrauchsfälle gerade in er römisch-katholischen Kirche so gehäuft? Gibts das bei den Protestant_innen auch? Und würde die Aufhebung des Zölibats nach gut eineinhalbtausend Jahren daran was ändern? Wieso wird in dieser Debatte keinerlei Bezug genommen auf frühere Vorkommnisse in der katholischen Kirche? Ist ja nicht gerade so, dass nicht schon vor Jahrzehnten es Skandale um den miserablen Umgang von Klosterschwestern mit denen in ihre Obhut gegebenen Heimkindern gegeben hätte?! Wieso prangert niemand diese dreisten Lügereien an? Es glaubt doch sowieso niemand, dass Papst Ratzinger und sein hochwohlgebohrener Bruder Georg nichts, aber auch rein gar nichts von irgendwelchen Missbräuchen bei den Domspatzen gewusst haben wollen?! Sind sie selbst Täter? Aber genießen auf Grund ihrer hohen Stellung Immunität?

Oh dass wär doch was, wenn der Papst höchstpersönlich Kinder missbraucht hätte! Ein Freibrief für sämtliche kleinen Pfaffen und Bischöfe…

Strafrechtlich wäre es ja schon ein großer Schritt alle Täter, auch über die Verjährungsfrist hinaus, ins Gefängnis zu stecken. Dennoch: Meine persönliche Präferenz wäre ja, eine freiwillige Selbstverpflichtung sämtlicher Priesteramtsanwärter zur Kastration und dem Herausoperieren der für sexuelle Lustempfindung zuständige Hirnregion(n)! Denn ohne solchen Maßnahmen wird es die Kirche niemals schaffen ihren eigenen sexualmoralischen Ansprüchen gerecht zu werden…

Grade eben habe ich auf Zeitonline einen Artikel über eine technische Entwicklung entdeckt, der die zwanghaften Sehnsüchte werdender europäischer Eltern nach der möglichst frühen, möglichst geschlechtsgerechten Einrichtung des Kinderzimmers hilft gerecht zu werden.

Dem Artikel zufolge haben Forscher_innen eine Methode entwickelt, die es ermöglicht bereits zur 8. Schwangerschaftswoche offenbar mit ~100%iger Wahrscheinlichkeit das Geschlecht des Embyos festzustellen. Bisher war das via Ultraschall frühestens ab der 16. Schwangerschaftswoche – bzw. mit der risikobehafteten Amniozentese ab der 12. Schwangerschaftswoche möglich.

Zugegeben, ich bin bisher schon kein Fan möglichst früh das Geschlecht eines Kinder heraus zu finden – der Zeitpunkt der Geburt muss doch wahrlich reichen! Aber ist es überhaupt möglich sich in dieser westlichen, industrialisierten und vermeintlich zivilisierten Gesellschaft dem Druck mit Bekanntgabe der Schwangerschaft gleichzeitig mit Preiszugeben ob Mädel oder Bub überhaupt noch entgehen? Schließlich will ja niemand die Eltern dazu zwingen ihren Bub der Anständigkeit halber – wenn sie solchen Mist schon mal geschenkt bekommen – in pinke Glitzerperlenpaillettenkleidchen oder ihr Mädchen in eine himmelblaue Latzhose mit Bob dem Baumeister statt in das eben genannte Kleidchen oder – als wärmere Alternative – eine schweinchenrosa Latzhose mit Prinzessin Lillyfee oder Hello Kity drauf reinstecken, oder? Und ja, die meisten Eltern würden wohl ziemlich verdutzt sein, würden die Großeltern dem kleinen Mädel in die Wiege einen Fußball statt einem Puppenwagen legen…

Ich denk mir dann so: Gehts noch? Ist doch toll, wenn das Mädchen damit ihre Karriere als Profifußballerin statt einem Heimchen am Herd vorgezeichnet bekommt – zudem sich die deutschen Fußballerinnen international eh besser schlagen als ihre männlichen Kollegen! Wobei zugegeben: Ich find muskulöse Frauen auch viel anziehender als so dünnhäutige Zicken, wie ich selbst eine bin!

Wird sich die Hysterie um das Geschlecht des Kinder vielleicht sogar noch verstärken? Das vermutlich nicht. Aber der Schmerz bei einem eventuellen Frühabbruch wird vermutlich vervielfacht. Nicht ohne Grund verheimlichen Paare die Schwangerschaft bis zur 12. Woche. Schließlich „erleiden“ in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ein viertel aller Frauen einen Frühabbruch. Sollte die Möglichkeit das Geschlecht des Kinder also schon 4 Wochen vor Ende dieses Zeitpunkts genutzt werden, und es dann doch zu einer Fehlgeburt kommen, heißt das: 4 Wochen mehr konkretes Ausmalen und Träumen, wie toll es sein wird das Mädchen ins Ballett oder den Jungen ins Fussballtraining zu bringen, in welcher Farbe das Zimmer gestrichen wird, welche tollen Geschlechtsspezifischen Lernbücher schon mal angeschafft werden können und nicht zu vergessen: welchen Rufnamen das Kind bekommen soll. Die logische Konsequenz, die ich daraus ziehe, ist, dass die Frauen eine eventuelle Fehlgeburt noch weniger verkraften, als sie es ohnehin schon tun würden, weil sie sich mit dem Embryo in ihrem Bauch noch stärker identifiziert haben werden. Denn klar: diese ganze rosahimmelblaue kitschige Kommerzkacke funktioniert nur so gut, weil die Eltern ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte auf das Kind projiziieren!

Eigentlich schade, dass es kaum geschlechtsneutrale, fantasievolle und kreative Klamotten für kleine Kinder gibt. Oder Sachen, die ich als durchaus queer bezeichnen würde: tannengrüne Filzkleider mit Spongebob dem Schwammkopf für Mädchen, Tüfftüffs – oder wie auch immer diese Ballettröckchen aus Tüll heißen – in paillettenbesetztem glitzerrosé  mit Barbiemotiven für Jungs, und als Spielsachen Bagger, Bulldogs und Fußbälle für Mädchen und Prinzessinnenkrönchen, Schminksachen und Puppenwagen für die Jungs.

Also meine lieben Freund_innen: wehe dem ihr erzieht eure Kinder so geschlechtsspezifisch, wie wir selbst erzogen wurden! Ich schenke euren Söhnen zum Geburtstag knallroten Nagellack und Lippenstifte mit eingebauten Vibrator und euren Töchtern Feuerwehrmannuniformen, Spielzeugautos und Boxsäcke!

Achja: Männer sollen sowieso mehr Herrenröcke tragen! Das sieht einfach geil aus! 😀

wir sand de Weiber/Männer mit einem harten Job wir fahren mit dem bob!

Verganges Wochenende stand Horse Town City wieder einmal Kopf, denn der 20. Hallentriathlon sollte stattfinden.

Am Freitag Abend fanden sich nach und nach alle Teams in der Dreifachturnhalle in Kötzting ein. Mir wurde schon etwas mulmig, als ich in Passau erstmal Schnee schippen musste, um aus meinem Parklplatz zu kommen. Als dann manche Autofahrer auch noch meinten, man müsse doch besonders langsam fahren, stieg meine Gerzeitheit zunehmend an. Aber das Schicksal meinte es gut und so kam ich trotz Winterchaos gut behütet in K-Town an.

Das erste Spiel hatten wir Bobsenluder schätzungsweise um 22 uhr…und das letzte um viertel nach 2^^ Aber die Stimmung war klasse und wir waren nicht mal sooo schlecht. Ein Lob vor allem an die Alex, die extrem kurzfristig eingesprungen ist…sie war als Zuschauern am Triathlon und konnte dann nicht mehr „Nein“ sagen und unterstützte uns das gesamte Wochenende. Für einen Skandal sorgte das Team „Zamgwürfelt“, die wie jedes Jahr Probleme hatten genügen Leute für ihr Team zu finden, bzw. jeden Tag andere antraten. Dieses Jahr führte dies zur Disqualifikation und bescherte und somit automatisch den 7ten Platz…Danke dafür! 😉

Samstag ist Handball-Tag. Höchstmotiviert und fit  (da erst zu späterer Stunde) machten wir uns in der BSG Halle warm. Dieses Jahr waren nämlich am Samstag und Sonntag die Herren von den Damen getrennt. Meiner Meinung nach sehr schade, da vor allem das Anfeuern unter den BOB Teams somit erschwert wurde. Unsere Gegner die mindestens 2 Köpfe größer waren als wir, hielten wir gut in Schach. Doch durch das „Manns-Weib“ gelang den K9’s noch ein entscheidender Treffer.

Egal, wir feierten trotzem mit Erdbeer-Sekt und tanzten wild mit den BMV’lern.

Obligatorisch ging es dann auf zum Lindner. Wir sammelten Kräfte bei Bier und Essen für eine harte Partynacht im Zinnober. Als besondere Überraschung wählten wir Mädels dieses Jahr einen „Mr. Bob“. Die erste Runde war Masskrugstemmen, wobei manche einfach nicht mit ihrer Niederlage klar kamen

 

Ein Viererteam meinte besondern schlau sein zu müssen und haben die Krüge alle gleichzeitig abgesetzt, aber sie haben nicht mit uns Ludern gerechnet. Für sie hatten wir noch ein Strafspiel in Petto, das wir ihnen wegen des Schnee’s egtl. ersparen wollten. Aber so hieß es raus in das weiße Paradies und versuchen mit 2 Bierdeckeln von A nach B zu kommen, ohne den Boden zu berühren. Der  Alkohol und der rutschige Schnee sorgten für ordentlich Gelächter.

Die Gewinner durften in einer Fragerunde über das „Super Hupen“ Lied gegeneinander antreten. Wir waren äußerst enttäuscht darüber, dass die Jungs zwar den Refrain immer schön singen können, wenn sie uns Mädels spielen sahen, aber bei der Fragerunde leider etwas versagten. Aber egal, wir haben unseren Mr. Bob 2010 gefunden…And we proudly present Mr. Bob 2010 TomTom

 

Zur Miss Bobsenluder Wahl möchte ich nicht viel sagen, denn diese verlief leider etwas sehr paradox….im endefekt wurde es eine Freundin, einer Freundin von jemanden der beim GSV spielt…oder so ähnlich.,..bzw. wie Airbag Mich sagte „Da Kausche Bernie ihra freundin“

Egal, weitertrinken und auf ins Zinnober. Dort sorgte das gesamte Bobteam, mit den Bravehearts  für ordentlich Stimmung und rockte die Theke!

Dementsprechend erledigt traten wir dann am Sonntag zum Fußball an. Als handicap kam bei mir noch eine Zerrung (oder so, ich weiß immer noch nicht was, es tut nur höllisch weh^^) am linken hinzu. Als Torfrau war ich also außer Gefecht und wie ich feststellen musste, ist der linke Arm wohl auch etwas fürs Gleichgewicht beim Laufen mit verantwortlich^^ Das klappte nämlich auch nicht so gut, wenn man den nicht bewegen kann. Aber wir haben gut verloren und das ist das wichtigste^^

Die Siegerehrung am Sonntag Abend im Flash zog sich wieder in die Länge…Airbag quatschte und quatschte und fand sich selbst ganz lustig…im gegensatz zu uns..

Auch bei der Verleihung des „Königs der Nacht“ kam keine Stimmung auf, da wieder nur die Ehrungen fürs „lebenswerk“ verliehen wurden und keine konkreten Geschichten bekannt wurden.

Wir Luder belegten den 7ten Platz…“scheiß egal, scheiß egal scheiß egal….“

Erste der Damen wurde „De Vo Damois“ ein Team älterer Frauen, alle Mitte 40 daraunter auch unsere liebe Gerti Lauerer….Respekt sag ich da nur!

Der Bob 2 wurde 31ter…und der bob landete gut in der Mitte denke ich.

Ein anstrengendes Wochenende war vorüber. Eine schöne Abwechslung vom Klausuren stress. Wobei man dieses Wochenende vom Lernpensum wieder aufholen muss^^

Heute hatte ich meine erste Klausur…Schulpädagogik…hätte ich mir schlimmer vorgestellt.

Wird schon alles gut 😉

Und zum Abschluss ein fröhliches BOBOBOBOBOBOBOBOBOBOBOB und viel Glück bei euren Klausuren!!

P.S.: Lane, hier ist der Schnee Penis unserer Uni…laut Zeitungsartikel haben die Kerle ihn zum Zwecke der Gleichberechtigung erbaut…denn in Passau gibts ja wesentlich mehr weibliche Studenten und sie fühlen sich unterdrückt…ich persönlich glaube eher, dass Alkohol was mit der Sache zu tun hatte 😉

Ich war letztens zwei mal auf der Grünen Woche, die ist ja erst letzten Sonntag zu Ende gegangen. Ansich hab ich mir ja nicht wirklich viel erwartet, aber das es so grausig ist, hätte ich auch nicht gedacht.

Also: Montag war ich mit Karl und Sina, wir haben uns paar Länderhallen angeschaut, darunter Ungarn zum Beispiel, waren in der proBIER (also da gabs nicht nur Bier, sondern auch so eklige Sachen wie Käse und Salamis, oder so leckere wie Wein zu probieren, Bier musste man immer zahlen!) – Sina und Karl haben gefühlte Stunden verbracht, komische Käsesorten zu probieren, während ich gelangweilt gewartet habe – und sind dann noch in die Biohalle und die mit den Viechern rein.

Also die Biohalle war von allen noch die am interessantesten, aber gut das ich kein Geld dabei hatte!!! Die mit den Tieren, naja, ich finds nicht so nett, wenn immer zwei Tiere exemplarisch zusammengesperrt werden wie in einem Zoo, mit Schild drüber auf dem steht welche besondere „Rasse“ an Schaf, Rind/ Kuh, Pferd oder Kanninchen das ist und welche Qualitäten die hat und so. Und das uns jemand knalltürkise Spaltenböden, auf denen viel zu viele Ferkel mit blutigen Ohren und Nasen rumliefen, zum spielen Metallketten mit Plastik von der Decke runterhängen hatten und an ner Nippeltränke paar Tropfen Flüssigkeit zu sich nehmen konnten, als „nachhaltig“ und „artgerecht“ verkaufen wollte, fanden wir dann schon SEHR dreist!

Freitag war ich dann nochmal mit paar Kommilliton_innen von mir, die proBier-, Tier- und Biohalle haben sich überschnitten. In der Biohalle hab ich mir dann gezielt Niederbayerischen Tomski Rucola-Estragon Senf gekauft, der schmeckt sooooo geil!!! Und dann noch Honig mit Brennessel Samen – schmeckt auch voll super, aber ich seh es jetzt schon kommen, dass es mir immer zu wertvoll sein wird ihn zu genießen und er mir noch vergammeln wird 😉

Anfangs sind wir durch die Russlandhalle durch, da gabs massig Vodka – was auch sonst ;-)… Die trinken den zu Brot mit Käse, Essiggurken, Wurst oder Kaviar: *igitt*! Beim rausgehen sind wir nochmal durch diese Halle gekommen, da hab ich dann Vodka mit einer Essiggurke, natürlich ohne Brot getrunken.

Ziemlich viel Zeit haben wir in den Blumenhallen verbracht, die aber nicht wirklich meinen Ansprüchen genügten! Wenn ich auf einer Messe zu Landwirtschaft, Ernährung, Gartenbau und so bin, find ichs ja in Ordnung, dass es dort auch Pflanzen zu kaufen gibt, also besser gesagt, die Wurzeln und Samen und was es hald sonst in jeder 0 8 15 Gärtnerei noch so alles gibt, aber ich find es nicht in Ordnung, wenn dort neben Gartenmöbeln auch noch so tolle Sachen wie Couchgarnituren, Ess- und Schlafzimmereinrichtungen, Massagestühle und weiß der Geier was noch für Möbelierungen ausgestellt werden… Der Oberhammer waren ja die Typen, die einem vorführten wie toll man mit ihrem Mittel/ Lappen Fenster und Spiegel putzen kann… Das ist schlimmer als Spammails – gegen die kann man wenigstens Filter einrichten!

Fazit: die Messe ist so grottig, dass ich wirklich nicht verstehe, wieso sie jedes Jahr von neuem so viel Aufmerksamkeit bekommt! Die wichtigste Botschaft war: Konsum ist geil! Auch wenn man nicht unbedingt geizig sein durfte, sogar für die Probiersachen, wie Vodka musste man oft genug bezahlen…

Themawechsel, hin zu einem wirklich tollen Film!

All jene unter euch, meine lieben Freund_innen, die NEON – zumindest bis vor ein paar Jahren (so wie ich) – lasen, kennen die Geschichte vielleicht. Es geht um nen Typen, der sich im Urlaub in die HIV-positive Kambodschanerin Sreykeo verliebt und sie letztendlich heiratet? Naja keine Ahnung, ob er sie wirklich heiratet, das kommt im Film leider nicht raus und die Story weis ich jetzt auch nicht mehr so gut.

Der Film ist wirklich ein sehr außergewöhnlich romantischer Liebesfilm, der mich manchmal zum Lachen bewegte, aber dennoch keine Komödie und alles andere als kitschig ist. Ich hab ihn, „Same, Same but different“ am Donnerstag mit Geraldine angeschaut, und dennoch vergessen wie ich ihn beurteile. Denn: ja, er war toll, aber er zeigte auch eindeutig Mängel auf. Vielleicht blieb er mir teils einfach zu oberflächlich, zu wenig detailverliebt und hat interessante Passagen nur gestreift statt richtig ausgebaut. Zum Beispiel kamen die zeitlichen Distanzen nicht wirklich gut raus, es hätte sich alles in 5 Wochen abspielen können, aber auch in einem Zeitraum von 2 oder 3 Jahren. Die Unvermitteltheit, mit der Ben (also der Typ, der sich verliebt hat) seinem Bruder oder Kumpel (weis nimmer wem von beidem) sagt, dass er nicht mehr weiter weiß, nicht mehr weiter weiß, wie er dieses ständige Pendeln zwischen Kambodscha und Hamburg, sowie die Medikamente finanzieren soll, ist vermutlich zwar gewollt, aber filmerisch hätte ich es als Zuschauerin schöner gefunden, wenn diese Verzweiflung auch tatsächlich besser rüber gekommen wäre!

Naja und dass ich diese Projektionfläche „große Liebe des Lebens“, „Kampf für die Liebe“ und „treue Monogamie“ (sie darf nicht mal als Prostituierte weiterarbeiten!) nicht so toll finde und mir endlich mal nen Kinofilm wünschen würde, in dem das kritisch betrachtet wird, ist ja klar… – nur bei dem Film wär wohl die Kritik daran auch nicht angebracht, ist ja schließlich eine wahre Geschichte.

Wenn ich grade so in meinem Bett lieg, und das hier schreibe und im Hintergrund die Homepage von dem Film auf habe und damit den Soundtrack höre, muss ich zugeben, dass romantische Filme dennoch mein Herz berühren und mir eine Träne vor lauter Rührung die Wange runterkullert. Bei den Filmen, die mir gefallen muss ich eh immer am Ende weinen, ob aus Trauer oder aus Freude: Titanic, Chocolat, Amélie, Sophie Scholl,…